Eine Aufgabe mit vielen Schritten
Der Brief auf dem Kopfkissen verrät die Aufgabe: Das Baby wird noch nichts über die Welt wissen, und jemand muss sie ihm zeigen. Das Kind sammelt alles, was das Baby unbedingt wissen sollte: wie sich ein Tannenzapfen in der Hand anfühlt, wie eine Kuh klingt, wo die besten Verstecke sind und welches Lied am schönsten ist. Zur Aufgabe gehört auch, vorsichtig zu sein, zu flüstern, wenn jemand schläft, und ein kleines Köpfchen zu stützen.
Das Warten dauert lange. Und eines Abends fragt sich das Kind, ob wirklich Platz für noch jemanden da ist. Die Geschichte nimmt dieses Gefühl ernst. Wie die Aufgabe weitergeht, wenn das Baby nach Hause kommt, verrät das Buch.
Wenn die Familie wächst
Die Idee passt in die Zeit des Wartens, ganz gleich, ob ein kleiner Bruder, eine kleine Schwester, ein Adoptiv- oder ein neues Stiefgeschwisterkind erwartet wird. Sie lässt sich auch in den ersten Wochen danach lesen, wenn alles neu ist und ein Kind hören möchte, dass sein Platz in der Familie genauso wichtig ist wie zuvor.
Ein zweijähriges Kind bekommt eine kurze, warme Geschichte über das Großsein. Ein sechs- oder achtjähriges Kind nimmt die Aufgabe vielleicht schon ernster, mit einer Liste zum Abhaken und Gedanken darüber, was es bedeutet, ein großes Geschwisterkind zu sein.
Was euer Kind dem Baby zeigen möchte
Schreibt hinein, was euer Kind dem Baby unbedingt zeigen möchte: ein Lieblingsspiel, einen Witz oder dass der Hund Bello heißt und gern hinter dem Ohr gekrault wird. Auch der Name oder Spitzname des Babys kann vorkommen, ebenso ein Kuscheltier, das euer Kind ihm schenken möchte. Ein Elternteil oder eine Oma kann als geheime Hilfe mitmachen.
Nach dem Lesen könnt ihr die Liste gemeinsam schreiben und an den Kühlschrank hängen. Sprecht darüber, worauf sich euer Kind freut und was sich vielleicht schwierig anfühlt – beides ist völlig in Ordnung. Weitere Ideen für die große Veränderung findet ihr unter Große Geschwister werden.









